Link verschicken   Drucken
 

Systemische Paartherapie

 

Wer im anderen das Beste anspricht, bringt

damit auch das Beste zum Vorschein.
(David Schnarch)

 

Im Laufe der Zeit kann es passieren, dass Beziehungen zwischen zwei Menschen aus dem Gleichgewicht geraten. Mit der Zeit verändern sich auch die Menschen, und mit ihnen vielleicht auch ihre Interessen und Einstellungen. Hinzu kommt, dass auch Gefühle nicht immer gleichbleibend sind, sich wandeln, verändern, manchmal stärker werden, manchmal auch schwächer.


Die stetigen Entwicklungen und Veränderungen innerhalb einer Beziehung haben oftmals starke Auswirkungen auf die Beziehung selbst, auf den Umgang miteinander und die Gefühle zueinander. Dabei kommt es nicht selten vor, dass Zeiten der Krisen entstehen können. Häufig fühlt man sich nicht mehr verstanden und zu wenig geliebt.


Allzu häufig werden solche ganz natürlichen Probleme und Krisen verdrängt, verleugnet…oder man trennt sich vorschnell, um weiteren Problemen aus dem Weg zu gehen. Dies ist im Grunde genommen ein ganz verständliches Verhalten, führt aber in den meisten Fällen leider nicht aus der Beziehungskrise heraus. Gerade bei der Verdrängung von Problemen entstehen häufig ungewollte Nebeneffekte….man spricht nicht mehr miteinander, vertieft sich in die Arbeit oder lässt Geliebte in sein Leben treten.


Die systemische Paartherapie kann dabei helfen, solche Krisen in wertschätzender Weise zu bearbeiten. Es wird dabei geholfen, sich der eigenen Beziehungsmuster und Kommunikationsstrukturen bewusst zu werden, diese zu veranschaulichen und –auf

gewinnbringende Weise für beide Seiten- zu verändern. Manchmal kann dies auch auf eine Trennung hinauslaufen, wenn dieser Wunsch beiden möglicherweise bewusst wird. Dann kann Therapie dabei helfen, eine gute Trennung zu gestalten.


Entscheidend bei der systemischen Paartherapie ist ein jederzeit wertschätzender und achtungsvoller Umgang mit jedem Partner. Eine absolute Neutralität ist der systemischen Arbeit grundgelegt. Dabei orientiere ich mich nicht an dem Prinzip der Parteilosigkeit, sondern der Allparteilichkeit, d.h. es wird allen Gedanken, Eigenschaften und Bedürfnissen Verständnis und Wertschätzung entgegengebracht.


In der systemischen Betrachtung gibt es keinen „Schuldigen“. Alle unsere Verhaltensweisen und Denkstrukturen erfüllen einen Zweck und sind für uns von Nutzen. Demzufolge gibt es auch kein „falsches Verhalten“. Jedoch kann es sein, dass sich Veränderungen –in welcher Hinsicht auch immer- nicht zweckmäßig auf die Beziehung auswirken und diese darunter leiden muss.
Mithilfe von systemischer Paartherapie ist es möglich, die Beziehung wieder in gute Bahnen zu lenken, ohne dabei die eigenen, individuellen Bedürfnisse aufgeben zu müssen.